Wahro ... Altes neu aufgekocht und eine seltsam deutsche Verbindung

 

Was einmal geklappt hat, dürfte wohl auch ein zweites Mal ordentlich Teuronen in die Kasse spülen. So in etwa kann man sich den Gedankengang der äußerst seriös agierenden Tierschutz-Organisation Wahro vorstellen. Stramm wie es sich für einen seriösen Verein und seinen seriösen Führer gehört, wurde am 16.11.2014 folgender Spendenaufruf an die zu melkenden Spendentrottel getätigt.

[...] MEIN NAME IST ASYA UND KOMME AUS CHMELNIZKIJ IN DER UKRAINE. Ich wurde von größeren Hunden gebissen und lief vor großen Schreck wo dagegen und hier fiel ein großes Metallstück auf mich Dabei habe ich einen Beckenbruch, Prellung der inneren Organe und noch einiges andere erlitten. Ich brauche eine längere Behandlung als auch Pflege. Könnt ihr mir bitte helfen ????

Spende bitte entweder per Paypal: http://XXXXXXXX/Wahro-Spende
oder per Überweisung: XXXXXXXbank
IBAN: AT57 XXXX XXXX XXXX 3119
SWIFT-BIC: RZXXXXXX39
Direktspende Paypal (Geld senden) https://www.paypal/ mit folgender Mail : XXXXXXXXXX@wahro.org [...]

Bereits hier bekommt das ganze einen seltsamen Duft.

Der Spender wird nicht auf den Verwendungszweck (z.B. Asya) hingewiesen und spendet damit "ins Blaue". Wohl aber in der Annahme, Geld für den scheinbar verletzten Hund zu überweisen. Die Spendengelder können somit willkürlich verwendet werden. Ohne das der Spender jemals ein Anrecht darauf hat sein Geld zurückfordern zu können, sollte das Geld nicht für den angegebenen Verwendungszweck eingesetzt werden. Von der Kontrolle darüber erst gar nicht zu reden. Wird das Geld für Taka-Tuka-Land-Aktionen verwendet, hat der naive Spender eben Pech gehabt. Kein Verwendungszweck, keine Kontrolle.

Von der Hahnebüchenen Story, dass ein Hund, der gerade gebissen wurde vor Aufregung gegen etwas undefiniertes rennt und just in diesem Moment auch noch von "einem großen Metallstück" aus heiterem Himmel getroffen wird, das einen Beckenbruch verusacht, gar nicht erst zu reden. Vor allem : Woher wissen die das so genau?

Der Aufruf erfolgte einmal auf der offiziellen Wahro-Facebookseite und auf der Facebookseite des Betreibers Hillinger. Frei nach dem Motto : Doppelt bringt mehr Asche in die Tasche. Im Grunde nichts schlimmes. Wenn es den Tieren dienlich ist und dadurch mehr Spender angesprochen werden können. 

Wenn einem nicht schon jetzt der seltsame Geruch einer ganz faulen Nummer in die Nase steigen würde.

(Screenshot)

 

Also ran an die Tasten und auf die Suche gemacht. Google und Co. lieferten wie immer die entsprechenden Ergebnisse ohne lange Wartezeiten. So auch in diesem Fall. Wie faul diese Nummer tatsächlich zu sein scheint, wird allerdings erst deutlich wenn man etwas tiefer gräbt und nicht nur an der Oberfläche kratzt.

Doch der Reihe nach.

Google lieferte uns die erste Merkwürdigkeit mit einem Eintrag des gleichen Hundes und des gleichen Spendenaufrufs vom 01.12.2013. Veröffentlicht von Wahro. Allerdings unter der Headline "Stop Killing Dogs News | Wahro".

(Screenshot)

 

Nun gut, einer "großen Organisation" wie Wahro kann ja auch mal ein Fehler unterlaufen. Man nimmt aus dem Archiv einfach einen Altfall, veröffentlicht diesen kurzfristig um ihn, nachdem der Fehler bemerkt wurde, mit einem Hinweis an die Leserschaft wieder vom Netz zu nehmen.

Der Gedanke, dass hier altes neu aufgekocht wird um an die sauer verdienten Teuronen der Spendentrottel zu gelangen, wäre damit schnell vom Tisch und der Eindruck einer seriös agierenden Orga mitunter sogar verstärkt worden.

Der nachfolgende Screenshot belegt aber, dass es sich scheinbar nicht um einen kleinen Flüchtigkeitsfehler handelt. Der Screenshot ist vom heutigen 29.11.2014. Will heißen. Der Eintrag steht seit 13 Tagen im Netz.

(Screenshot)

 

 

Halten wir also bis hierhin fest.

Dieser Spendenaufruf wurde vor fast genau einem Jahr unter der Adresse "www.wahro.org/stopkillingdogs-facebook-news/" (auf der Webseite nicht mehr auffindbar) bereits einmal getätigt, jetzt erneut aufgewärmt und an den Spender gebracht. Wo die Bilder des Hundes tatsächlich herstammen konnten wir bis jetzt nicht eindeutig feststellen. Ob es sich tatsächlich um einen, von Wahro betreuten Hund handelt, ebenfalls nicht.

Allerdings stellen sich bereits weitere Fragen, die enorm an der Seriösität dieses Ladens zweifeln lassen. Ganz besonders wenn Sie den nachfolgenden Google-Screenshot genauer betrachten.

 

Für jeden deutlich ist zu lesen : Stop Killing Dogs - Ohlsdorf, Oberoesterreich, Austria ... die Internet-Adresse, der gleiche Text für einen alten Spendenaufruf aus 2013 sowie nachfolgend der Screenshot vom Spendenaufruf vom 16.11.2014.

Jetzt noch von einem Flüchtigkeitsfehler zu sprechen dürfte wohl erledigt sein.

Hier wurde definitiv und bewußt eine alte Geschichte aus 2013 neu aufgewärmt um aktuell, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, an Spendengelder zu gelangen. Auch dieser Spendenaufruf ist bis heute, 29.11.2014, online gestellt.

(Screenshot)

 

Betrachtet man jetzt auch noch die Verquickungen zwischen dieser seltsamen Wahro-Orga und der Facebookseite "Stop Killings Dogs" bekommt das ganze einen weiteren, äußerst seltsamen Beigeschmack.

Der Spendenfreudige Einfaltspinsel dürfte im allgemeinen folgenden Gedankengang haben : "Stop Killing Dogs" (www.stopkillingdogs.eu) und Wahro (www.wahro.org) sind ein und die selbe "Firma". Diese, so die Annahme, hat ihren Sitz in Österreich und verwendet lediglich mehrere Internet-Adressen um eine größere Reichweite zu erzielen. Geführt von ein und der selben Person. Hillinger.

Dem ist  allerdings nicht so.

Der Inhaber der Domäne "Stop Killing Dogs" (www.stopkillingdogs.eu) hat definitiv seinen Wohnsitz in Deutschland, ist aber beim österreichischen Hoster www.world4you.com als Betreiber von Wahro (World Animal Help and Rights Organisation zu sein) registriert und eingetragen.

(Screenshot)

 

Bereits hier von einem Strohmann zu sprechen wäre voreilig.  Der Gedanke, dass dem aber so sein könnte, entsteht wenn man bedenkt, dass auf der Facebookseite von Stop Killing Dogs (www.stopkilingdogs.eu) weder ein Impressum vorfindet noch der Name des deutschen Domänen-Inhabers erscheint, von der Internet-Adresse lediglich eine direkte Weiterleitung auf die Facebookseite "Stop Killing Dogs" erfolgt und in der Seiten-Info von "Stop Killing Dogs" wieder der Wahro-Kappo Hillinger auftaucht.

(Screenshot)

 

Wozu braucht Hillinger aus Olsdorf/Österreich einen Deutschen aus Neumarkt(Oberpfalz)/Deutschland um eine EU-Domäne in Österreich bei einem österreichischen Internet-Provider anzumelden? Ein deutscher Registrant, der nirgends Namentlich erscheint, wohl aber bei rechtlichen Streitigkeiten oder bei Zahlungsverzug für die Registrierungskosten in die Haftung genommen werden kann.

Was soll hier verschleiert werden? Was wird hier "gemauschelt"? Doch ein Strohmann? Für was auch immer.

Ganz besonders im Hinblick darauf, dass Hillingers seltsame Organisation uns bereits schon mehrmals (hier und hier) negativ aufgefallen ist, derzeit einige Gerüchte im Umlauf sind, deren Wahrheitsgehalt wir gründlich überpüfen werden und sich vor einigen Wochen auch noch ein ehemaliger Spießgeselle Hillingers polternd verabschiedete um eine eigene Spendenklitsche zu gründen.

Seriös scheint der Laden Hillingers, nach Meinung von K9-News, wohl nur auf den ersten Blick zu sein. Transparenz sieht jedenfalls anders aus.



Veröffentlicht : 29.11.2014

 

 

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