Die Hundezucht Jung aus Kreuztal hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm eine Niederlage einstecken müssen. Die Organisation Animal Rights Watch darf weiter vor mutmaßlichen Missständen in dem Betrieb warnen und in diesem Zusammenhang auch den Namen des Züchters nennen.

Das entschied der dritte Zivilsenat mit Beschluss vom 29. April (AZ I-3 U 11/14) und bestätigte eine Entscheidung des Landgerichts Siegen, das geurteilt hatte, die Berichterstattung auf www.ariwa.org verletze nicht die Persönlichkeitsrechte der Züchterin.

Weiter heißt es :

[...] Kläger von Fugler wurde vor Jahren ein Zuchtverbot auferlegt. Seitdem wird der Betrieb von seiner Frau geführt. Der Kläger sei in der Vergangenheit in einer "Vielzahl von Schadenersatzprozessen von Käufern kranker Hunde Beklagter gewesen." Das bestreitet von Fugler nicht, spricht von "ungefähr zehn Klagen zwischen 1997 und 2006." [...]

und

[...] Es sei davon auszugehen, dass "die in den streitgegenständlichen Veröffentlichungen aufgestellten Tatsachenbehauptungen wahr sind", so das OLG. Von den Tierschützern verwendete Begriffe wie "skrupellose Hundehändler" seien keine Schmähkritik.

"Wer sich im Wirtschaftsleben betätigt, setzt sich im erheblichen Umfang der Kritik an seinen Leistungen aus. Zu einer solchen Kritik gehört auch die Namensnennung, da die Öffentlichkeit in diesen Fällen ein legitimes Interesse daran hat, zu erfahren, um wen es geht." [...]

 

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